Emerging Flux Regions

Emerging Flux Regionen
Aufgenommen mit H-alpha Solar Filters

Emerging Flux Regions, kurz EFRs, sind Bereiche auf der Sonne, in denen neues Magnetfeld aus dem Sonneninneren aufsteigt und in der Photosphäre sowie Chromosphäre sichtbar wird. Dabei können bipolare Strukturen entstehen, also zwei Bereiche mit entgegengesetzter magnetischer Polarität. Diese Pole zeigen sich häufig als Poren, kleine Sonnenflecken oder helle Plage-Gebiete.

Lucas Gatsas - Gatsas Photographer

In Hα-Aufnahmen erscheinen Emerging Flux Regions oft als helle, ovale Plage-Bereiche, die von dunklen, bogenförmigen Filamentstrukturen begleitet werden können. Diese sogenannten Arch Filament Systems, kurz AFS, verbinden häufig die entgegengesetzten Magnetpole der neu entstehenden Region.

Da in solchen Bereichen neues Magnetfeld mit bereits vorhandenen Magnetfeldstrukturen wechselwirkt, können kleinere Ausbrüche, Jets, Ellerman-Bomben oder Flares auftreten. Die Entwicklung einer Emerging Flux Region kann sich über Stunden bis Tage erstrecken und verändert sich oft sehr dynamisch.

Emerging Flux Regions sind deshalb besonders interessant für die Hα-Beobachtung, weil sie frühe Anzeichen neuer solarer Aktivität sichtbar machen und zeigen, wie magnetische Strukturen in der Sonnenatmosphäre entstehen und sich weiterentwickeln.


Emerging Flux Regions

Bilder + Fotos : Lucas Gatsas | Solar Flux Emergence (Theory)